Genealogischer Abend: Führung über den Neuen Jüdischen Friedhof in Fürth.

Geschäftsstelle der GFF, Vordere Cramergasse 13, 90478 Nürnberg

Gisela Naomi Blume: Führung über den Neuen Jüdischen Friedhof in Fürth.

Hinweis: Männliche Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen (fast alle Variationen sind möglich).

Juden sind seit 1528 in Fürth ansässig. Nach der bürgerlichen Gleichstellung 1868 tragen sie als Fabrikanten, Bankiers und Exporteure wesentlich zur wirtschaftlichen Blüte ihrer Stadt bei. Sie errichten bedeutende Stiftungen zum Wohl der ganzen Bevölkerung und der jüdischen Gemeinschaft. Der Verleger Leopold Ullstein, der Schriftsteller Jakob Wassermann und der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger gehen aus der Fürther Kultusgemeinde hervor.
Als der 1607 gegründete Friedhof in der Innenstadt nicht mehr erweitert werden kann, erwirbt die Kultusgemeinde 1880 ein Areal an der Erlanger Straße als ihren neuen Begräbnisplatz. Die erste Beerdigung findet im Januar 1906 statt. Die Gräber werden in geraden Reihen fortlaufend nach Sterbedatum belegt, für Ehepartner wird meist das Nachbargrab reserviert. Der Friedhof ist somit ein Abbild jüdischen Lebens in Fürth der letzten 100 Jahre.

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