PGS 10 Häuserbuch Alt-Forchheim

Reinhold Glas

Häuserbuch Alt-Forchheim

Nürnberg 2016 (Personengeschichtliche Schriften, Sonderbände der GFF, 10/I-II).
1472 S., 957 Abb., 2 Falttafeln, Festeinband
ISBN 978-929865-68-4

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Das zweibändige, 1472 Seiten umfassende Werk ergänzt auf ideale Weise den inhaltsreichen Band über die Bürgerschaft Forchheims, den der Autor bereits 2008 vorlegen konnte.

Nach einer Einleitung über die historische Entwicklung des Ortes und einer ausführlichen Erklärung von Fachausdrücken beschreibt der Autor alphabetisch nach Straßenbezeichnungen gegliedert ca. 620 Häuser und Objekte, die innerhalb des Festungsrings liegen sowie einige bereits vor 1850 bestehende, außerhalb gelegene Altanwesen im Bereich der Bamberger (ab 1264) sowie der Nürnberger Mühlen (ab 1364), der Papiermühle (1686/87), der Glasschleife (ab 1766) sowie der alten (1708) und neuen (1751/52) Hammerschmiede.

Die Beschreibung der einzelnen Häuser gliedert sich in einen Kopfbereich mit den gegenwärtigen Straßenbezeichnungen bzw. früheren Haus-, Gassen- und Flurstücksnummern nach dem Kataster. Zudem werden Erb- und Beizins bis 1848 erwähnt. Daneben findet sich die chronologische Geschichte des jeweiligen Hauses mit dessen Ersterwähnung, Kurzbeschreibungen, Lageangaben, Erbrechten, Baumaßnahmen, baulichem Zustand, steuerlichen und lehensherrlichen Wertangaben, Brandkatastrophen, Kriegseinwirkungen, Angaben zu Umfang, Zubehör und Nebengebäuden, auch Grundstücksteilungen, Erweiterungen und anderem mehr. Die Besitzerfolge reicht meist bis in das 16. Jahrhundert, öfter bis ins 15. und in Einzelfällen sogar bis in das 14. Jahrhundert zurück.

Die beiden Teilbände enthalten 962 Abbildungen (davon viele in Farbe), darunter auch eine große Anzahl bislang unveröffentlichter Pläne, Grundrisse und Fotos von Häusern sowie 2 Kartenbeilagen im Format A 2 mit dem Urkatasterplan von 1825 mit alten Hausnummern und Plannummern, und einen Ortsplan (2010) mit den heutigen Straßenbezeichnungen und Flurstücksnummern. Die gewichtige Veröffentlichung wird künftig ein Referenzwerk nicht nur für Sozialhistoriker und Bauhistoriker sein, sondern auch Kunsthistorikern, Denkmalpflegern und Stadtplanern eine unverzichtbare Hilfe sein.

Buchbesprechung

Genealogie 23 (= 66, 2017), S. 478-480 (Bernd Krause).